Unesco Apotheke zur Gnadenmutter

Wissenswertes

  • Apotheke „Zur Gnadenmutter“ in Mariazell UNESCO Kulturerbe

    Die Apotheke „Zur Gnadenmutter“ wurde im April 2017 in das Immaterielle Kulturerbe Österreich „Apothekeneigene Hausspezialitäten“ aufgenommen.

    Die Österreichische UNESCO Kommission hat sich zur Aufgabe gemacht, wertvolles, traditionelles Wissens- und Kulturgut und alte Traditionen in Österreich zu schützen und diese damit der Nachwelt zu erhalten. Dieses sogenannte Immaterielle Kulturerbe wurde immer von einer Generation an die nächste weitergegeben, fortwährend neu gestaltet und ist ein wesentlicher Teil unserer österreichischen Kultur, unserer Tradition und unserer Identität.

    Die Apotheke „Zur Gnadenmutter“ in Mariazell wurde 1718 gegründet und kann auf eine 300-jährige Tradition in der Umsetzung des Wissens über die Traditionelle Europäische Medizin in der täglichen Arbeit und Herstellung von Heilmitteln aus wertvollen, europäischen Heilpflanzen zum Wohle der Menschen zurückblicken. Seit nunmehr 300 Jahren wird dieses wertvolle Wissen von einer Apothekergeneration an die nächste weitergegeben.
    Dr. Angelika Prentner, Besitzerin und Leiterin der Apotheke heute, führt dieses Erbe weiter, um es der Nachwelt zu erhalten. Sie hat das Produktsortiment in Auseinandersetzung mit der Natur, den Veränderungen und neuen Anforderungen des heutigen Lebens, fortwährend ergänzt. Es ist ihr auch ein besonderes Anliegen, das wertvolle Heilwissen aus der Traditionellen Europäischen Medizin in Kombination mit der heutigen modernen Medizin weiterzugeben – in Form von Seminaren in der 1. Heilpflanzenschule der TEM, Apotheken-Führungen im Haus, Vorträgen, Medienauftritten, Heilkräuterwanderungen, Büchern, Artikeln in apothekeneigenen Zeitschriften sowie in diversen Fachzeitschriften.

    Definition laut UNESCO:
    Apothekeneigene Hausspezialitäten, das Wissen um ihre Herstellung und die dazu erforderlichen Gerätschaften zählen seit langem zur gelebten Apothekentradition und stellen ein ursprünglich mündlich überliefertes, später in Rezepturbüchern aufgezeichnetes Fachwissen über Heilmittel und Heilwissen sowie den Umgang mit der Natur dar. Zur Herstellung apothekeneigener Hausspezialitäten sind neben Arzneimittel-Rohstoffen auch spezielle Geräte sowie das entsprechende handwerkliche Wissen nötig. Die dabei verwendeten Wirk- und Hilfsstoffe sind rezeptfrei und entsprechen der aktuellen Arzneibuchqualität.

  • Gutscheine

    Gesundheit schenken mit unseren Gutscheinen!

    Einfach bei uns in der Apotheke abholen
    Apotheke und Drogerie „Zur Gnadenmutter“
    Hauptplatz 4
    A-8630 Mariazell

    oder bestellen
    Telefon: +43 3882 2102
    E-Mail: office@zurgnadenmutter.at

    Für Online-Bestellungen senden wir Ihnen gerne Gutscheine mit individuellen Gutscheincodes zu.

     

  • Hildegard von Bingen – Aderlass

    Der Aderlass gehört vermutlich zu den ältesten Heilmethoden der Welt. Heute aber entdecken wieder immer mehr Ärzte den Aderlass als eine wichtige Methode, um die Selbstheilungskräfte des Körpers zu aktivieren, chronische Prozesse zu unterstützen und Schlacken und Gifte aus dem Körper zu entfernen. Deshalb gehört der Aderlass auch zu den wichtigsten Methoden der Entgiftung und zur Gesunderhaltung des Körpers.

    Termine im Herbst 2017:

    11. September (Montag)

    12. September (Dienstag)

    Beginn: 07:00 Uhr

    (NÜCHTERN) mit anschließendem Hildegard-Frühstück, Sichtanalyse und Beratung mit beratender Ärztin Dr. Judith Zakovsky

    Kosten: Euro 70,–

    Anmeldungen nehmen wir gerne unter der Tel. Nr.: 03882/2102 entgegen oder per E-Mail: office@zurgnadenmutter.at

  • Eine heilige Zeit in der Heilkräuterkunde

    Am 15. August beginnt in der Heilkräuterkunde eine besonders wichtige Zeit – die heilige Zeit des „Frauendreißigers“. Diese besondere Zeit beginnt mit dem Großen Frauentag und geht bis 8.9., Mariä Geburt. In dieser Zeit haben die Heilkräuter nach altem Wissen besondere Heilkräfte. Es ist also eine ideale Zeit um Kräuter zu sammeln. Eine Ausnahme stellt hier das Johanniskraut dar. Seine Heilkräfte sind am stärksten, wenn man es um die Johannis-Zeit, um den 24. Juni herum, sammelt.

    Ursprünglich war diese Zeit die „Hohe Zeit der Frauen“. Jetzt werden die Wirkkräfte der Heilpflanzen gefeiert. Denn in diesen Tagen liegt der besondere, glücksbringende Segen der Göttin, der stärkende Kräfte verleiht, auf den Pflanzen. Im Mittelpunkt stand hier oft die Königskerze bzw. Königinnen-Kerze. In Bayern wird sie heute oft noch Muttergottes-Kerze genannt.

    Die große Bedeutung dieser Zeit war in der Bevölkerung so tief verankert, dass die Kirche im 8. Jahrhundert ihre großen Marienfeste auf diese Tage verlegte – 15.8. Maria Himmelfahrt, 8.9. Mariä Geburt und 12.9. Mariä Namen.

    An vielen Orten werden heute noch am 15. August, dem Großen Frauentag, Kräuter geweiht. Dabei war die Anzahl der Heilpflanzen meist 9, 12, 15 oder 19. Bis zu 77 Kräuter konnten hier gebunden werden. Welche Kräuter Bestandteil waren, war abhängig von den Gegenden. Die Königskerze jedoch war immer in der Mitte gebunden. Ein Beispiel eines Kräuterbündels war Johanniskraut, Schafgarbe, Baldrian, Arnika, Königskerze, Kamille, Wermut, Pfefferminze und Tausendguldenkraut